Bevor unser Studium in Chile so richtig los geht, haben wir uns kurzfristig noch entschieden, in den Süden zu reisen (genau genommen 1200 Km). Nach dem Stephie am Donnerstag in Santiago angekommen ist, ging es Freitag Abend auch schon wieder weiter auf der Panamericana, der längsten Straße der Welt, die von Alaska bis Feuerland reicht. Unsere erste Station war Puerto Montt, wo wir nach einer 13 stündigen Busfahrt angekommen sind und von meinem Gastvater abgeholt wurden. Meine Gasteltern hatten uns eingeladen, ein paar Tag ihres Urlaubs mit ihnen zu verbringen. Sie hatten sich ein Haus gemietet(in einer landschaftlich sehr schönen Umgebung eine Stunde auf dem Schotterweg entfernt von Purto Monnt), wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen. Wir waren soweit von der Zivilisation entfernt, dass es dort nicht einmal Handyempfang gab. Mit der Aussicht auf den ca. 400 m tiefen Lago Chapo und den schneebedenkten Vulkan Calbuco kann man dort einmal richtig vom Großstadtstreß Abstand nehmen und die Seele baumeln lassen.

Stephie sagt:"Falko, die Kuhherde ist harmlos"

Falko meint:"Nein Stephie, die rennen auf uns zu"

Ach ja, und zu Essen gab es frischen Lachs direkt vom Lago Chapo
Eine Sache, die besonders auffällt, wenn man in Chile südlich reist ist, dass sich das Erscheinungsbild der Menschen von recht europäisch in Santiago ziemlich Richtung Mapuche (Ureinwohner) verändert. Allgemein sind die Menschen im Süden sehr arm, jedoch äußerst freundliche und liebenswürdige Zeitgenossen.
Nachdem wir ein paar Tage am Lago Chapo genossen haben, sind wir für einen Tag auf die Insel Chiloé in die Stadt Castro gefahren. Das Beste daran war, dass wir auf dem Fahrrad von 3 Hunden gleichzeitig verfolgt wurden.